Eine verrückte Idee – für den europäischen Gedanken

Aktuell befinde ich mich in der finalen Vorbereitung auf den Ironman. Mein Alltag wird – neben dem Job – von 15 bis 20 Wochenstunden Training bestimmt. Dies ist die wichtigste Phase. Es geht darum, auf den Punkt genau zu trainieren.

Trotzdem gibt es Ideen, die mich vom (Trainings-)Plan abweichen lassen. Eine solche steht mir kommendes Wochenende bevor: Mit Thomas John und Johannes Rosenberger werde ich über Prag nach Warschau fahren – von Freitagmittag bis Sonntagabend – stolze 1.100 Kilometer.

Die beiden haben dabei ein besonderes Anliegen, das ich wichtig finde. Sie beschreiben diese Tour folgendermaßen:

Die Einheit Europas und der europäische Gedanke stehen aktuell häufig in der Diskussion. „Europa“ scheint jedoch weit weg und unnahbar zu sein. Innerhalb eines Wochenendes lässt sich von Frankfurt aus in jede Himmelsrichtung Europa entdecken. Nirgendwo ist die Vielfalt auf so einem kleinen Raum größer, nirgendwo ist aber auch die Verbundenheit in der Vielfalt deutlicher.

Unser europäisches Selbstverständnis wollen wir verknüpfen mit dem, was wir am liebsten tun: Rennfahren. Unsere vier Ziele im Westen, Osten, Norden und Süden Europas werden wir mit Rennrädern ansteuern. Wir wollen Spaß dabei haben, die Weite und Vielfalt Europas kennenzulernen.

Dabei werden wir an der Strecke Gleichgesinnte treffen, die uns für 30, 50 oder auch 100 km auf unserem Weg begleiten. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Frankfurt a. M. mit starker europäischer und internationaler Ausrichtung, werden wir Partnerhochschulen der Frankfurt UAS anfahren und dort Studierende, Lehrende und Mitarbeitende für ein Stück mitnehmen, die uns dabei unterstützen, die Vielfalt und Einheit Europas zu demonstrieren.

Tolle Idee, den europäischen Gedanken auf diese Weise auf die Straße zu bringen. Gerade vor der aktuellen Situation in Europa sind es gerade solche Aktionen, die Europa erlebbar machen. Ich bin gespannt, was mich erwartet.

Klar, trainingstechnisch ist das eigentlich absoluter Blödsinn und dazu noch gefährlich. Aber frei nach dem Spruch „Carpe diem“ muss man die Gelegenheiten nutzen, wenn sie sich ergeben. Keine Ahnung, ob ich die Strecke schaffe, es wird auf alle Fälle eine Grenzerfahrung.

Wer mich am Wochenende virtuell begleiten will, geht entweder auf www.euride.de oder auf Facebook unter The Radonneurshttps://www.facebook.com/theradonneurs/?fref=ts

Ist eine Weinschorle Doping? – Ach egal, Hauptsache es knallt ;)

Carlos hat mir eine coole Woche in den Plan geschrieben. 4xSchwimmen und 3xlaufen plus Athletik und das war nur unter der Woche. Ok. Einmal Schwimmen musste wegen des Gewitters ausfallen. Ist eine Weinschorle Doping? – Ach egal, Hauptsache es knallt 😉 weiterlesen

Nachtrag zum vorletzten Wochenende

Samstag

Endlich Sommer, früh (6:30 Uhr) die Schuhe geschnürt und los gehts. Ich könnte die Runde auch die Schlössertour nennen. Es geht erst zum Steinheimer Schloss, was sich in der wunderschönen Altstadt befindet. Dann zu Schloss Philipsruhe in Kesselstadt (sehr beeindruckend), um am Rumpenheimer Schloss zu Enden. Eine tolle 22km Runde, die nach 1:45 h fertig ist. Jetzt kann ich auch was Frühstücken.

Der Nachmittag beginnt dann in Kriftel zu einer kleinen 2h Radeinheit. Einfach die Beine lockern, erstaunlich das am Ende ein 30er Schnitt und 60 km auf der Uhr stehen 😉

Sonntag

Heute wird es heiß und ich soll mich 3h einfahren und die letzte Stunde im Ironmanrace-Tempo fahren. In km/h schwer zu messen, aber in Watt sind das bei mir ca. 215 Watt. Es geht um 7 Uhr los und führt durch den schönen Kreis Offenbach. Mit einem kleinen Einkehrschwung, bei einem guten Freund. Zum Schluss konzentriert Druck auf die Kette belohnt werde ich mit einem Schnitt von über 32 km/h, aber „leider“ bin ich nur 3:23h gefahren. Wer kann schon ahnen das so gut läuft 😉

 Euer Orange Hat